25. September 2021
Rolf Kiwitt zu einem aktuellen Thema:

Wir brauchen Licht


Liebe Leser*innen! Der Herbst macht sich bemerkbar: Es wird kühler, die Sonne hat nicht mehr so viel Kraft, um für sehr warmes Wetter zu sorgen, die Tage werden kürzer.

Morgens muss Licht in den Wohnungen gemacht werden und abends brauchen wir schon früh die Beleuchtung durch unsere Lampen.

Vom Licht sind wir abhängig, so scheint es. Wo nur noch Dunkelheit herrscht, da möchte niemand von uns leben – vielleicht ist das der Grund, warum auf Spitzbergen die höchste Selbstmordrate gemessen wird.

Wir brauchen Licht; ein guter Grund, über die Worte aus Psalm 119 nachzudenken: Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.

Hier, in unserer „lichtverseuchten“ Gegend, können wir es uns kaum vorstellen, wie dunkel es wirklich werden kann. Ich kann „die Hand vor Augen“ nicht erkennen, die Farbe eines weißen und eines schwarzen Fadens ist nicht zu unterscheiden und „alle Katzen sind in der Nacht grau“, das sind nur ein paar Beispiele, was wir ohne ausreichend Licht erleben.

Wir stolpern hin und her, wir fallen über kleinste Hindernisse, wie stoßen an das an, was wir nicht erkennen können.

Wir brauchen ein Licht, auch wenn es noch so klein ist. So können wir den Weg erkennen und Hindernissen ausweichen.

Doch es gibt noch einen zweiten Gedanken, der in diesem Psalm Wort mitschwingt: Ein Licht auf dem Weg zeigt mir die Richtung zum Ziel.
Ein Licht ist viel weiter zu erkennen als es selbst den Weg ausleuchtet.
Ich kann mich an dem Licht in der Dunkelheit orientieren und so zum Ziel finden.

Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege, so hören wir im Psalm.
Ich wünsche uns, dass Gottes Wort unsere Schritte erleuchte, damit wir nicht hilflos umherstolpern.
Ich wünsche uns, dass Gottes Wort am Ziel für uns erkennbar ist, damit wir den richtigen Weg zum Ziel finden.



Kirchengemeinde Sulzbach/Saar
Pfarrer Rolf Kiwitt
Sulzbachtalstraße 203
66280 Sulzbach
Telefon: 06897 / 87487




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