01. August 2020
Michael Schäfer zu einem aktuellen Thema:

Kein Unterschied?!


Es ist hier kein Unterschied zwischen Juden und Griechen; es ist über alle derselbe Herr, reich für alle, die ihn anrufen. Römer 10,12 – das ist der Lehrtext* zur heutigen Losung. Er hat mich berührt. Nicht nur wegen ‚black lives matter‘, Rassismus, Sexismus und all dem, was wir in der großen, weiten Politik erleben.

Es ist für mich die Anfrage an mein alltägliches Leben und an das Leben in den christlichen Kirchengemeinden. Wie weit folge ich, folgen wir diesem Anspruch des Apostels?

Wie begegne ich Menschen, die dazukommen in der Nachbarschaft, im Beruf, in der Gruppe, in der Gemeinde? Wie begegne ich Menschen, die mir ‚anders‘ erscheinen vom Aussehen her oder vom Gehabe?

Manchmal geschieht es unreflektiert, ohne nachzudenken: Ich sehe einen Menschen, scanne ihn und mein Urteil steht – nicht immer sehr freundlich. Mag sein, dass im Grundgesetzt steht: Alles Menschen sind gleich. Bei mir sind sie es nicht unbedingt. Das tut weh, weil ich weiß, dass das allem widerspricht, was mir wichtig ist. Schon der Apostel Paulus kämpft gegen diese Ungleichheiten, die Menschen produzieren. Aber bis heute müssen wir daran arbeiten – und bei uns selbst anfangen; denn bei Gott ist das alles ganz einfach, wie die Losung sagt: Ich komme, um alle Völker und Zungen zu versammeln, dass sie kommen und meine Herrlichkeit sehen. Jesaja 66,18

 

* Die Losungen werden in Herrnhut für jeden Tag des Jahres ausgelost aus Alttestamentlichen Texten. Ihnen zugeordnet ist ein Lehrtext aus dem Neuen Testament.

 

Losung für Samstag, den 1.8.2020:

Ich komme, um alle Völker und Zungen zu versammeln, dass sie kommen und meine Herrlichkeit sehen. Jesaja 66,18

Es ist hier kein Unterschied zwischen Juden und Griechen; es ist über alle derselbe Herr, reich für alle, die ihn anrufen. Römer 10,12

 

In Gesangbuch steht der Kleine Katechismus von Martin Luther (eg 855)

Dort heißt es in den Erklärungen zu den 10 Geboten:

Das achte Gebot

Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

Was ist das?

Wir sollen Gott fürchten und lieben,

dass wir unsern Nächsten nicht belügen, verraten, verleumden oder seinen Ruf verderben,

sondern sollen ihn entschuldigen, Gutes von ihm reden und alles zum Besten kehren.





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