26. Februar 2026

Gedenkfeier für unbedacht Verstorbene in Saarbrücken


Die Landeshauptstadt Saarbrücken lädt am Donnerstag, 26. Februar, 17 Uhr, zur zentralen Gedenkfeier für unbedacht Verstorbene ein. Die Gedenkfeier wird gemeinsam mit dem Bestatterverband Saarland e. V., dem Evangelischen Kirchenkreis An der Saar, dem Pastoralen Raum Saarbrücken, der Saarbrücker Wärmestube und der städtischen Musikschule durchgeführt.

Bei der Feier werden die Namen aller Verstorbenen verlesen, die 2024 und 2025 ortspolizeilich bestattet wurden und für die keine Trauerfeier stattgefunden hat. In den beiden Jahren waren das 26 Menschen. Wortbeiträge von Oberbürgermeister Uwe Conradt sowie von Vertreterinnen und Vertretern des Bestatterverbands, der Wärmestube und der Kirchen werden sich mit Musikstücken abwechseln.

Oberbürgermeister Uwe Conradt: „Mit der Gedenkfeier wollen wir uns würdevoll an die Saarbrückerinnen und Saarbrücker erinnern, die in den beiden vergangenen Jahren unbedacht verstorben sind. Gleichzeitig möchten wir damit ein Zeichen für sozialen Zusammenhalt in unserer Stadt setzen: Die Feier soll auch die Gesellschaft sensibilisieren, auf Menschen, die alleine sind, zuzugehen, und ihrer Vereinsamung entgegenzuwirken.“

Die Feier ist öffentlich. Sie findet in der Neuen Halle auf dem Saarbrücker Hauptfriedhof statt. Parkmöglichkeiten bestehen am Eingang in der Straße „Am Hauptfriedhof“ 21 (ehemals Dr. Vogeler-Straße).

 

Rund 200 Menschen sterben jeden Monat in Saarbrücken. Viele von ihnen werden im Kreis von Familie, Freundinnen und Freunden in persönlich gestalteten Trauerfeiern verabschiedet und beigesetzt. Einige Verstorbene sind auf ihrem letzten Weg jedoch fast allein. Sie sterben zurückgezogen und es gibt keine Angehörigen, die die Beerdigung in die Hand nehmen können. In diesen Fällen veranlasst die Landeshauptstadt eine ortspolizeiliche Bestattung.
Den Rahmen dieser schlichten Beisetzungen gestalten die Bestatterinnen und Bestatter, manchmal begleitet von Vertreterinnen und Vertretern der Kirchen und Religionsgemeinschaften.
Mehr als die Hälfte der Einwohnerinnen und Einwohner von Saarbrücken, nämlich 58 Prozent, leben allein. Das ist Alltag ist in einer modernen Gesellschaft, in der Autonomie eine große Rolle spielt und Familien häufig räumlich getrennt wohnen.
Gleichzeitig verbirgt sich hinter der hohen Zahl an Einpersonenhaushalten auch ungewollte Vereinzelung. Familiäre Bindungen lockern sich, ältere wie auch jüngere Menschen verlieren den Anschluss an ihr soziales Umfeld. Betroffen sind unter anderem Menschen in Armut, mit Suchterkrankungen, psychischen Erkrankungen oder obdachlose Menschen.

Mit der zentralen Gedenkfeier soll an das Leben und Schicksal dieser Menschen erinnern.

 





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