16. Mai 2020
Barbara Wehlen-Leibrock zu einem aktuellen Thema:

Das digitale Miteinander


Das Jahr 2020 wird geprägt sein von Corona. In Deutschland kommen nach 6 kontaktarmen Wochen schrittweise die ersten Lockerungen. Beherrschend ist natürlich die Frage, was wird bleiben nach Corona.

Dabei wird sich bestimmt die Frage stellen, sind Gottesdienste über digitale Plattformen Wege für die Zukunft der Kirche? „Wenn zwei oder drei sich in meinem Namen versammeln, da bin ich mitten unter ihnen“ (Matth. 18,20).

Versammlung heißt zusammen sein. Das neue digitale Miteinander lehrt uns, wir kommen zusammen, aber auf einer virtuellen Plattform. Jeder ist allein, aber gemeinsam sind wir trotzdem. Wir können alle zuhören. Wir können mitsingen, wir können je nach digitaler Zusammenkunft auch über Chat miteinander kommunizieren. Daran muss man sich gewöhnen.

Natürlich ist man vor dem PC allein. Aber, es kommt darauf an, was ich aus der digitalen Zusammenkunft mache, wie und ob ich mich erreichen oder inspirieren lasse durch die Worte, den Gesang und die Gebete. Genauso wie im Gottesdienst in der Kirche. Ich muss mich einlassen, ich muss bereit sein, ich muss zuhören wollen. Und dann spielt es keine Rolle, ob wir uns zu einem Gottesdienst in der Kirche oder in einem virtuellen Raum versammelt haben.

Begreifen wir die neuen digitalen Wege als Chance und machen uns Gedanken, wie man sie verbessern kann. Das Rad lässt sich nicht mehr zurückdrehen.


Barbara Wehlen-Leibrock
Grumbachtalweg 129
66121 Saarbrücken
Telefon: 06815006734




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