13. November 2019
Michael Hilka, Pfr. zu einem aktuellen Thema:

Frieden ist möglich


Diesen Sonntag ist Volkstrauertag. In vielen Dörfern und Städten zieht man wieder zu den Kriegsdenkmälern und gedenkt der unzähligen Opfer der beiden Weltkriege und aller Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.

 Es ist ein Tag, der uns vor Augen führt, was Menschen einander antun können und was viele bis heute in zahlreichen Ländern erleben: Angst, Panik, Gewalt und Tod. Dass das bei uns in Deutschland und Mitteleuropa anders ist und die meisten nur aus Filmen, Museen oder Erzählungen kennen, empfinde ich als ein großes Geschenk.

 

Und doch weiß ich, dass sich Frieden nicht von selbst macht und er nur dort gelingen kann, wo Menschen ihn wirklich wollen und sich dafür einsetzen, wo sie ihre Hand zur Versöhnung ausstrecken, vermitteln, auch mal fünfe gerade sein lassen. Frieden zu schaffen, ist ein hartes Stück Arbeit und fordert auch von mir und Ihnen einiges.

 

Ob es dann besser wird? Vielleicht ja, vielleicht nein. Ob mein Gegenüber auf mein Friedensangebot eingeht? Vielleicht ja, vielleicht nein. Aber ich habe es zumindest versucht. Denn: Eine andere Welt ist möglich.

 

In der Bibel finden wir eine Vision, die diese Hoffnung wachhält. So lesen wir beim Propheten Micha im 4. Kapitel:

In den letzten Tagen aber wird der Berg, darauf des HERRN Haus ist, fest stehen, höher als alle Berge und über alle Hügel erhaben. Und die Völker werden herzulaufen, und viele Heiden werden hingehen und sagen: Kommt, lasst uns hinauf zum Berge des HERRN gehen und zum Hause des Gottes Jakobs, dass er uns lehre seine Wege und wir in seinen Pfaden wandeln! Denn von Zion wird Weisung ausgehen und des HERRN Wort von Jerusalem. Er wird unter vielen Völkern richten und mächtige Nationen zurechtweisen in fernen Landen. Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen machen und ihre Spieße zu Sicheln. Es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen. Ein jeder wird unter seinem Weinstock und Feigenbaum wohnen, und niemand wird sie schrecken. Denn der Mund des HERRN Zebaoth hat's geredet.


Evangelische Kirchengemeinde Neunkirchen
Michael Hilka, Pfr.
Vorsitzender des Presbyteriums
66538 Neunkirchen
Telefon: 06821-8530




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